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1-UG___________________________________
Musik aus dem Souterrain 2

 
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Liederlich - die Demo CD
Demo CD 
"Liederlich"


 

(Fortsetzung des Berichts aus dem Stadtmagazin, April `02)
....Mir ist jedenfalls keine Kategorie, keine Schublade 
und kein "-ismus" untergekommen, dem wir uns irgendwie 
zugehörig fühlen" so Gitarrist Christof Legde. 
Die geistreichen und vor allem bizarren lyrischen wie 
musikalischen Ideen werden - irgendwie in Till & Obel-
Manier - bislang ausschließlich im Studio (dem besagten 
1.UG, also noch nie auf einer Bühne*) auf unterschiedlichste 
Klangfäden gezogen.
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Sie folgen den Regeln der Intuition, des Zufalls und des Chaos.
Vorgaben für die Stücke sind in der Regel nur die Texte, die beide
unabhängig voneinander zu Hause schreiben. Was dann folgt, ist
"der gemeinsame Versuch der metaphysischen Erfassung des 
Klangcharakters", was im Grunde nur eine etwas esoterische 
Beschreibung für eine Menge Spaß ist. Und der wortwitzige Spaß
produziert auch noch Ohrwürmer, die zwischen Beck, Delta Blues, 
Comedy HipHop auch eine Prise Swing beinhalten und zumeist gut 
tanzbar sind.

Dazu kitzelt ein nicht selten stakkatioartiger Sprechgesang mit 
pointierter Alltagslyrik und spöttischen Anektdoten multiple Aha- 
und Jawohl-Effekte aus dem Zuhörer heraus, ähnlich, wie ich es in 
Krefeld bislang so nur von Joint Venture und  - wenn auch mit 
anderer Dramaturgie - von Jansen kannte.
So wie der Musik aind auch den dichterischen Ausdrucksformen
keine Grenzen gesetzt und demzufolge rangiert das Spektrum vom
Expressionismus (oder verbalem Dada) à la "Die Milch der frommen
Denkart" über Alltagsbetrachtungen wie "Frau Schmidt" oder 
gezielte Persiflagen wie "Ich geh zum Grand Prix" bis hin zu 
politisierenden Versen wie "Irgendwie inkonsequent"

Legde sieht seine Wurzeln im melodie- und gesangsbetonten
Rhythm`n Blues, indes Andreas Wieses Musikgeschmack sich 
eher aus dem HipHop, Rap und sozialkritischen Punk à la 
Dead Kennedys nährt, so daß die beiden sich alle Klangpfade
offen halten können...

(Nein, ich habe die Schnauze vom vielen Text immer noch nicht voll 
und will noch <<weiter>>
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 ( *wir arbeiten dran! Anm. der Band )